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35 VASSILENA SERAFIMOVA ∙ QUATUOR ARDEO Fratres – Brüder – bildet einen tiefen Bruch mit seinen vorherigen Partituren. Für den estnischen Musiker war der Tod des englischen Komponisten Benjamin Britten im Jahre 1976 eine Art Offenbarung, die ihn zu dieser Musik inspirierte. Das Stück beginnt wie eine Hymne. Bei der Wiederholung des Themas wird dieses um eine Note tiefer als die vorherige transponiert. Die Meditation von eher beschaulichem Gemüt wird von der Tintinnabulation belebt – ein weiterer von Pärts Ausdrücken – Zwischenstimmen, die nur mit den Noten eines Moll-Akkords spielen. „Die Idee der Gegenüberstellung von Moderne und Tradition ergibt mit einem Werk wie Fratres vollends Sinn. Uns fasziniert der Bezug dieser Musik zur Zeit, die stillzustehen scheint“, vertrauen uns die Interpretinnen an.

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