30 MELODIES IN A BOTTLE Jean Cras’ selten gespieltes Quintett bleibt eines der bemerkenswertesten Kammermusikstücke des 20. Jahrhunderts. Er beendete es 1928 und komponierte es ursprünglich für Flöte, Geige, Bratsche, Cello und Harfe. Der Harfenist Pierre Jamet (1893-1991) hatte es in Auftrag gegeben. Dieser war der Gründer des Quintette instrumental de Paris in den 20er Jahren und ebenfalls einer der größten Pädagogen seiner Zeit, der mehrere Harfenistengenerationen ausbildete. Jean Cras pflegte enge Bande zum Meer, wodurch sein Quintett eine Hymne an die Südseereise darstellt. Im Übrigen wurde die Partitur an Bord eines französischen Schlachtschiffes beendet, dessen Kommandant der Komponist von 1927 bis 1928 war. So steht im Manuskript: „An Bord der Provence, Toulon, 9. April 1928.“
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